Kühlungsborn hat seine Wurzeln im Jahre 1938 im Zusammenschluss der Ortschaften Arendsee, Fulgen und Brunshaupten. Brunshaupten fand schon im Jahre 1219 in einer Urkunde als "Brunshövede" Erwähnung. Die Siedlung Arendsee verdankt ihren Namen dem Nonnenkloster Sonnenkamp. Fulgen gilt als jüngster Ortsteil Kühlungsborns und tauchte während des 30jähigen Krieges erstmals in den Geschichtsbüchern auf.
In Fulgen lagen die Ursprünge für den Bädertourismus im späteren Kühlungsborn. Im Jahre 1857 wurde hier erstmals um Badegäste geworben. Diese blieben nicht aus und hielten im ausgehenden 19. Jahrhundert auch in den restlichen beiden Ortschaften Einzug. Erste Hotels im Stile der Bäderarchitektur entstanden und 1899 beschloss der Badeverein die Eröffnung einer Warmbadeanstalt. Im Jahre 1910 nahm die noch heute in Betrieb befindliche Kleinbahn "Molli" ihren Dienst auf. Kühlungsborn zählte zu den meist besuchten Erholungsorten der DDR. In den 1970er Jahren wurden hier mehr als 150 000 Badegäste gezählt. Nach der Wiedervereinigung wurde der historische Ortskern saniert und es entstanden neue Hotels. Die 240 Meter lange Seebrücke wurde 1991 neu errichtet. Seit 1996 darf Kühlungsborn offiziell den Titel "Seebad" tragen. Jüngstes großes Bauprojekt in Kühlungsborn war der neue Bootshafen, welcher im Jahre 2004 eingeweiht werden konnte.
Dank des großen Stadtwaldes im Ortskern trägt Kühlungsborn auch den Beinamen “grüne Stadt am Meer”. Unweit außerhalb von Kühlungsborn liegt die "Kühlung", ein in der letzten Eiszeit entstandener waldreicher Höhenzug. Das Natur belassene Areal eignet sich für Wanderungen und Radtouren. Als Hauptanziehungspunkt Kühlungsborns gilt der sechs Kilometer lange Sandstrand, welcher stellenweise Breiten von bis zu 100 Metern erreicht. Die Blaue Flagge steht für ausgezeichnete Wasserqualität. Speziellen Bedürfnissen Rechnung tragen der Hundestrand und der Abschnitt für FKK-Anhänger. Eine Vorbildfunktion erfüllt der Behindertenzugang.
Von der Seebrücke starten Ausflugsboote in die Mecklenburger Bucht. Der Blick fällt auf den letzten Grenzturm der DDR-Ära, welcher gute Aussichtsmöglichkeiten bietet. Einen freien Blick auf die Ostsee garantiert auch ein Bummel entlang der mehr als drei Kilometer langen Strandpromenade. Die längste deutsche Seepromenade erstreckt sich zwischen dem Baltic-Platz in Kühlungsborn-West und dem Yachthafen im Ostteil des Ferienortes. Zahlreiche Ruhezonen, Restaurants und Spielplätze sorgen für Abwechslung. Die Ostseeallee gilt als Flaniermeile Kühlungsborns. In den Villen der Gründerzeit haben gemütliche Cafés und schmucke Boutiquen Einzug gehalten. Einmal im Jahr laden die Gewerbetreibenden zu einer stimmungsvollen Einkaufsnacht ein. Kulturinteressierte finden in der Kunsthalle und im Konzertgarten ein breit gefächertes Angebot. In der Sommersaison werden in Kühlungsborn täglich geführte Wanderungen oder Kreativkurse angeboten.
Auf mehreren Bahnhöfen in Kühlungsborn macht die nostalgische Bäderbahn "Molli" einen Halt bevor sie über Heiligendamm nach Bad Doberan dampft. Ein Museum dokumentiert die Geschichte der Schmalspurbahn. An Regentagen zählt das Meerwasserhallenbad "Kübomare" zu den Anziehungspunkten. Besucher können im 29 Grad warmen Ostseewasser entspannen und in der Saunalandschaft neue Kraft tanken. Aber auch Ausflüge in die nahen Städte Bad Doberan und Rostock mit Warnemünde sind empfehlenswert.